Die alte Mrs. Erikson wohnt allein irgendwo in Kansas, nachdem ihr Sohn John fünf Jahre zuvor nach New York gegangen ist, um dort Karriere zu machen. Als dessen regelmäßige Post eines Tages ausbleibt, sorgt sich die alte Dame.

Der fürsorgliche Briefträger Miller verspricht ihr, sich in New York auf die Suche nach John zu machen. In der Zeitung liest er von einem Gerichtsverfahren gegen einen gewissen John Walker, der, verurteilt wegen Mordes, auf seine Hinrichtung wartet und erkennt auf dem abgebildeten Foto Mrs. Eriksons Sohn. Miller besucht den Todeskandidaten und überredet ihn dazu, Briefe »auf Vorrat« an seine Mutter zu verfassen, die von seiner Tat nichts weiß und auch nichts erfahren soll.

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Nach der Sendung finden Sie das Hörspiel in der ARD-Audiothek und hier im Podcast-Channel "Hörspiele".

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John will die Briefe nach seiner Hinrichtung in monatlichen Abständen verschicken lassen, sie sollen bis zum Lebensende der Mutter reichen. Und so erfindet John ein zweites, erfolgreiches Leben, das er sich eigentlich für sich erhofft hatte. Aber auch die erfundene Lebensgeschichte endet tödlich.

Vor dem Mikrofon:
John | Wolfgang Wahl
Mrs. Erikson | Lotte Klein
Postbote | Max Walter Sieg
Gefängnisdirektor | Heinz Sailer
Inspektor | Herbert A. E. Böhme
Ellen | Sonja Wilken
sowie: Hans Lietzau, Kurt Klopsch, Eric Schildkraut, Gerd Fricke, Hans Rosenhauer, Günther Jerschle, Jo Wegener und Franz Schafheitlin

Musik: Siegfried Franz
Regie: Fritz Schröder-Jahn
NWDR 1953 | 64 Min.

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Gerhart Herrmann Mostar (1901–1973),

Schriftsteller, Schauspieler und Journalist, war bis 1933 unter anderem für »Vorwärts«, das »Berliner Tageblatt« und die »Vossische Zeitung« tätig. Er flüchtete 1933 vor den Nazis ins Ausland, lebte u.a. in Österreich und der Schweiz. 1945 kehrte er nach Deutschland zurück, gründete das äußerst erfolgreiche Tournee-Kabarett »Die Hinterbliebenen« und war mit zeitkritischen satirischen Theaterstücken, u.a. »Der Zimmerherr« (1946) erfolgreich. Ab 1948 arbeitete er in Stuttgart als Gerichtsreporter. Durch seine sozialkritischen Prozessberichte, die auch im Radio liefen, wurde er einem breiten Publikum bekannt. Mostar starb 1973 in München.

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Sendung: hr2-kultur, "Hörspiel", 24.03.2021, 21:00 Uhr.

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