Ein Literaturhaus ist ein Ort, wo die Literatur zu Hause ist. Das gibt es noch gar nicht so lange. 1986 wurde in Berlin das erste Literaturhaus eröffnet.

In Frankfurt dauerte es noch einige Jahre, bis auf Betreiben des legendären Kulturdezernenten Hilmar Hoffmann 1991 ein eigener Ort für Lesungen und Gespräche mit Autoren und ihrem Publikum eröffnet wurde. Seitdem sind Literaturhäuser in Hamburg, Wien und Salzburg und vielen anderen Städten in Deutschland, Österreich und der Schweiz, aber auch in Italien, Skandinavien, Belgien etc. gegründet worden.

Im Netzwerk literaturhaus.net haben sich 14 Literaturhäuser in Deutschland, Österreich und der Schweiz zusammengeschlossen. Sie vergeben zum Beispiel den Preis der Literaturhäuser und planen gemeinsame Projekte für die Literatur und das Lesen. Das Netzwerk steckt auch hinter der Aktion „Zweiter Frühling“ und hat Buchhändler, Festivals, Veranstalter und Feuilletons aufgerufen, Bücher aus dem Zeitraum Februar bis Juli 2020 erneut auszustellen und zu besprechen, um den Ausfall der Frühjahrssaison auf dem Büchermarkt wegen Corona aufzufangen.

Vor wenigen Tagen wurde der Leiter des Frankfurter Literaturhauses, Hauke Hückstädt, zum Vorsitzenden des Netzwerks literaturhaus.net gewählt. Wir sprechen gegen 17:10 Uhr im hr2-Kulturcafé mit dem frischgebackenen Vorsitzenden über die Heimat der Literatur, Ideen und Projekte des Netzwerks der Literaturhäuser und Schreiben, Lesen und Vorlesen in Zeiten der Pandemie.

Sendung: hr2-kultur Kulturcafé, 08.07.2020, 17:10 Uhr.

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