Der deutsche Kolonialismus hat tiefe Spuren in den städtischen Räumen hinterlassen. Denkmäler, Straßennamen, Gebäude und Institutionen sind Teil der kolonialen Topografie der Städte.

Die kolonialen Bezüge sind nur manchmal noch sichtbar, aber häufiger sind sie unsichtbar, weil ihr kolonialer Ursprung oder Zusammenhang vergessen, ignoriert oder von anderen, späteren Erzählungen und Zuordnungen überlagert wurde.

Die "Black Lives matter"-Bewegung hat die Diskussion um Denkmäler und Straßennamen entfacht, die an Männer erinnern, für deren Taten wir sie heute niemals würdigen würden.

Aram Ziai ist Professor an der Uni Kassel und Leiter des Fachbereichs Entwicklungspolitik und Postkoloniale Studien. Zusammen mit der Gruppe "Kassel postkolonial" hat er einen postkolonialen Stadtrundgang entwickelt. Der führt an vermeintlich harmlose Orte wie den Kassler Bergpark oder den Uni-Campus.

Im hr2-Kulturcafe sprechen wir gegen 17:10 Uhr mit Aram Ziai über die Spuren unserer kolonialen Vergangenheit und wie wir damit heute umgehen sollen und könnten.

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Sendung: hr2-kultur Kulturcafé, 15.07.2020, 17:10 Uhr.

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