Mit dem "Art Ensemble of Chicago" schrieb er Jazz-Geschichte. Roscoe Mitchell hat als unerschrockener Grenzgänger die afroamerikanischen Musiktraditionen in einer Avantgarde zusammengeführt.

Dass Roscoe Mitchell Musiker werden wollte, stand früh fest. Schwarze Kirchenmusik prägte den späteren Multiinstrumentalisten. Im Washington Park und durchs Radio entdeckte er den Jazz, das Altsaxofon wurde sein Hauptinstrument. Mit der Experimental Band des Pianisten Muhal Richard Abrams entstand 1965 die Keimzelle für die Musikerkooperative AACM, aus der das "Art Ensemble of Chicago" hervorging. Dessen libertärer Geist prägte fortan Roscoe Mitchells erstaunlichen musikalischen Parcours, der zuletzt in das vielbeachtete Album "South Side Bells" mündete.

Am Mikrofon: Karl Lippegaus

Sendung: hr2-kultur, "Jazz", 03.08.2020, 23:30 Uhr.

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