Im August 1981 begannen Heiner Goebbels und Alfred Harth mit den Aufnahmen zu "Zeit wird knapp". Das Album setzte Maßstäbe im Umgang mit der Lyrik von Bertolt Brecht.

Alfred 23 Harth beim Jazzfestival

Kirchenorgel, Cembalo, Synthesizer, Jazz-Instrumente, aber auch Dampframme, Pistolenschüsse, kreiselnde Bierflaschen, mittendrin die Stimme des Schauspielers Ernst Stötzner – ein solches Eintauchen von Lyrik in ein vibrierendes akustisches Dickicht war bis dahin unerhört. Mit Brecht und Eisler hatten Goebbels und Harth sich schon vorher befasst, mit ihren nunmehr eigenen musikalischen Ideen haben sie in puncto Lyrik und Sound Standards gesetzt, die auch 40 Jahre später noch von manchen verfehlt werden. Die Textauswahl damals besorgte Joachim-Ernst Berendt (1922-2000).

Eine Sendung von Michael Rüsenberg.

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Sendung: hr2-kultur, "Jazz", 25.08.2021, 23:30 Uhr.