"Jazz, Jive, Jungle & Jump For Joy" - Wie der Jazz (schon immer) Hüfte und Hufe in Bewegung setzt

Kleiner Streifzug durch die musikalische Stilrichtung, die hinsichtlich ihrer Bewegungsmotorik die agilste überhaupt zu sein scheint – da spricht manch einer sogar von einer „nervösen Zappelbude“. Die Akteure, mehr noch die Rezipienten dieser Musik, weisen aber eher ein gebrochenes Verhältnis zu Zappeleien auf dem Dancefloor auf. Immer? Und alle?

"Hey Folks, It’s Jazz, Get Up & Dance!"–
Zum schwierigen Verhältnis von Jazz und Tanz

In den 30er-Jahren des letzten Jahrhunderts hat ein ganzer Kontinent zu den Sounds und Rhythmen des Jazz getanzt. Die Swing-Ära mit ihren großen Kapellmeistern war die populärste Ausprägung dessen, was wir unter dem Begriff “Jazz“ verstehen. Bewegungsmotorisch hat es dieses Genre mit den Triolen und der enormen Schubkraft nach vorn in seiner über einhundert-jährigen Geschichte nicht noch einmal in diese Dimensionen der Massen-Begeisterung geschafft.

In der Acid-Jazz-Welle Anfang der Neunzigerjahre war der Jazz dann noch einmal ein rasantes Treibmittel für das Geschehen in der Dancefloor-Szene der Metropolen. Manch einer hegte die Hoffnung, das Genre könne wieder zu einem Mainstream-Phänomen unter Jugendlichen werden. Ein kurzes Strohfeuer. Der Jazz blieb Kunst-Musik. Dennoch behaupten wir – auch wenn da einigen der Hut hochgeht: Jazz ist (auch) Tanz-Musik.

Am Mikrofon: Guenter Hottmann

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