Heute mit: "The Duke’s Men are playing Duke-ish without The Duke, too": Johnny Hodges: Creamy, 1955 | Essential Jazz Classics 11431 / Clark Terry: Duke With A Difference, 1957 | Riverside OJCCD-229-2

Als der Sänger Tony Bennett den großen Melodiker Johnny Hodges zum „besten Sänger der Welt“ ernannte, war das kein Bonmot, sondern die treffende Charakterisierung eines Instrumentalisten, der dem, was man „Perfektion“ nennt, am nächsten kam. Hodges war ganz einfach „die Verkörperung des makellosen Saxophonspiels“. Die Schönheit seiner Linien auf dem Altsaxophon trieb nicht wenigen die Tränen in die Augen, so ist es überliefert. Zeitlebens war Johnny Hodges „Duke’s Mann“, er saß jahrzehntelang im Saxophonsatz vom Duke Ellington Orchestra und hat wesentlich den Sound von Ellington mitbestimmt. Seit 1951 war auch der Trompeter Clark Terry ständiges Mitglied in Duke’s Orchester.

Wenn die beiden, Hodges und Terry, ihre Sachen unter eigenem Namen in kleineren Formationen in Eigenregie gemacht haben, dann klang merkwürdigerweise auch das oft ganz nach dem Duke. „The Duke's Men“, die Männer von Duke Ellington (neben Johnny Hodges und Clark Terry auch Leute wie der Posaunist Lawrence Brown, der Klarinettist Jimmy Hamilton und der Baritonsaxophonist Harry Carney), sie alle klangen ein bisschen nach dem Duke: „The Duke’s Men are playing Duke-ish without The Duke, too“. Ein Phänomen – naheliegend oder merkwürdig? Nicht nur musikalisch interessant, womöglich auch was für Sozialpsychologen.

Moderation: Jesko von Schwichow

Sendung: hr2-kultur, "Jazz Classics", 18.06.2021, 22:30 Uhr

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Jazz Classics 18.06.21

Johnny Hodges / Clark Terry
Ende des Audiobeitrags

(Wiederholung vom 10.01.20)

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