Heute mit: Sauter/Finegan Orchestra: Four Classic Albums: The Sound Of The Sauter/Finegan Orchestra / Under Analysis / Inside Sauter/Finegan / Straight Down The Middle, Avid Jazz EMSC 1212 LC 12869 | Jazz In The Charts 97/100, You'll Never Know 1952-1953, Music By The Famous: Sauter/Finegan Orchestra a.o., Documents 223796-222 LC 12281

Bill Finegan und Eddie Sauter waren Komponisten und Arrangeure für Big Bands, die sich in den 30er- und 40er-Jahren unabhängig voneinander einen hervorragenden Ruf erworben haben: Sauter mit seinen Beiträgen zum Bandbook der Formationen von Red Norvo und Benny Goodman, Finegan arbeitete hauptsächlich für Glenn Miller und Tommy Dorsey. Beide waren musikalische Architekten ersten Ranges. Und wie manche ihrer Kollegen vom Bau hegten sie einen Traum: Einmal im Leben nicht abhängig zu sein von den Wünschen ihrer diversen "Bauherren", sondern vielmehr ganz nach eigenen Vorstellungen Klanggebäude errichten zu dürfen.

Eddie Sauter und Bill Finegan haben diesen Traum verwirklichen können: ab 1952 mit dem von ihnen gemeinsam geleiteten "Sauter/Finegan Orchestra". Hier gab es dann im Jazz unübliche Instrumente wie Harfe und Piccoloflöte, eine abgewandelte Harmonik und rhythmische Finessen, auch indem zusätzliche Perkussions-Instrumente den Big-Band-Kanon erweiterten. Fünf Jahre lang produzierten die Eigenwilligkeiten der beiden erfrischende Innovationen und damit immer wieder Anlass für leidenschaftlich kontroverse Diskussionen.

Musik: Matthias Spindler | Moderation: Karmen Mikovic

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Recording-Sessions, die die Welt, mindestens die Jazz-Welt, bewegt haben und noch immer bewegen. Die Sendung Jazz Classics präsentiert unvergessene Meilensteine der Musik-Geschichte. Und wenn sie schon vergessen sind, dann sorgen wir für deren Reanimation. Ab und an drücken wir also die Refresh-Taste.

Dabei liefert die Sendung Jazz Classics auch den Kontext: Geschichten über die agierenden Musiker*Innen, die Entstehungsbedingungen der Produktion und welchen Stellenwert diese im Laufe der Karriere der Künstler*Innen hatte. Hier und da ein bisschen Rezeptionshistorie war noch nie verkehrt, um Musik, die man hört, auch zu begreifen. Jazz ist mehr als nur eine klingende Tapete.

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