Heute mit: Mel Powell: Six Classics Albums (4-CD-Set) | Real Gone Jazz RGJCD420

Den Pianisten Mel Powell werden die meisten gar nicht unbedingt kennen, er gehört ganz und gar nicht zur ersten Garde der die Jazzgeschichte prägenden Instrumentalisten. Mel Powell war aber schon mit 16 professioneller Jazzmusiker, mit 18 wurde er Mitglied im Benny Goodman Orchestra. Mit 20, das war im 2. Weltkrieg, kam seine Einberufung ins US-Militär. Aber da wurde er gleich von Glenn Miller in seine Army Air Force Band geholt – zur musikalischen Truppenbetreuung in England und Frankreich. Was der geniale Frühstarter Mel Powell später nach seiner Rückkehr in die USA gemacht hat, darüber geben die Aufnahmen in dieser Jazz-Classics-Ausgabe Aufschluss. Powells musikalischer Partner, der Trompeter Ruby Braff, hat das mustergültig in einem Satz zusammengefasst. Der ist sehr derb und feinsinnig zugleich - zu hören in dieser Sendung.

Musik: Matthias Spindler | Moderation: Karmen Mikovic

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Recording-Sessions, die die Welt, mindestens die Jazz-Welt, bewegt haben und noch immer bewegen. Die Sendung Jazz Classics präsentiert unvergessene Meilensteine der Musik-Geschichte. Und wenn sie schon vergessen sind, dann sorgen wir für deren Reanimation. Ab und an drücken wir also die Refresh-Taste.

Dabei liefert die Sendung Jazz Classics auch den Kontext: Geschichten über die agierenden Musiker*Innen, die Entstehungsbedingungen der Produktion und welchen Stellenwert diese im Laufe der Karriere der Künstler*Innen hatte. Hier und da ein bisschen Rezeptionshistorie war noch nie verkehrt, um Musik, die man hört, auch zu begreifen. Jazz ist mehr als nur eine klingende Tapete.

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