Heinz Sauer: Im Gegenlicht. Ein literarisches Porträt

Am Mikrofon: Daniella Baumeister

Der Saxofonist Heinz Sauer ist unverwechselbar. Das war er vor vielen Jahrzehnten mit Posaunist Albert Mangelsdorff, das ist er heute mit Pianist Michael Wollny - und mit allen anderen Mitspielern über die vielen Jahre sowieso. Es sind sein expressiver Ton und seine schroffe Phrasierungskunst, die ihn ausmachen, ein Konzert von Heinz Sauer ist immer einmalig und hört sich niemals gleich an. Er ist einer der wichtigsten Persönlichkeiten im zeitgenössischen Jazz und es ist schon viel über ihn geschrieben worden. Ein neues Buch nähert sich ihm jetzt auf eine neue Weise – als literarisches Portrait. In vielen Gesprächen mit Heinz Sauer hat der Darmstädter Schriftsteller Rainer Wieczorek ungehörtes und unerhörtes rausgekitzelt und es neu verarbeitet. Wieczorek schreibt so, wie Heinz Sauer spielt, in der Kunst des Weglassens zum Beispiel findet sich der Weg zum Wesentlichen. Warum diese Kunst für Heinz Sauer so wichtig ist, warum man ihm anhört, wie es ihm geht, warum seine Musik ganz viel mit seiner Familiengeschichte zu tun hat und warum Heinz Sauer nur mit Tenorsaxofon und nie mit einem anderen Instrument vorstellbar war, darüber erzählt Rainer Wieczorek in dieser Sendung.

Sendung: hr2-kultur, "Jazzfacts", 07.04.2021, 22:30 Uhr