Courtney Pine Group | Deutsches Jazzfestival Frankfurt 1996, hr-Sendesaal Frankfurt, Oktober 1996 ●● Courtney Pine, ts, ss, bcl, fl | Ahmed Imoteph, keyb | Larry Bartley, b | Cameron Pierre, g | DJ Pogo, turntables | Sparkii, hardware, samples | Robert Fordjour, dr |

"Modern Day Jazz Story": Im Gefolge der Acid-Jazz-Welle und nach dem Zungenkuss zwischen Jazz und HipHop hat der britisch-karibische Saxophonist Courtney Pine Mitte der 90er vorgeführt, wie man die Komplexität des Jazz mit Street Vibes, Elektronik und Dancefloor zusammenführt.

"Hey Folks, It’s Jazz, Get Up & Dance!"–
Zum schwierigen Verhältnis von Jazz und Tanz

In den 30er-Jahren des letzten Jahrhunderts hat ein ganzer Kontinent zu den Sounds und Rhythmen des Jazz getanzt. Die Swing-Ära mit ihren großen Kapellmeistern war die populärste Ausprägung dessen, was wir unter dem Begriff “Jazz“ verstehen. Bewegungsmotorisch hat es dieses Genre mit den Triolen und der enormen Schubkraft nach vorn in seiner über einhundert-jährigen Geschichte nicht noch einmal in diese Dimensionen der Massen-Begeisterung geschafft.

In der Acid-Jazz-Welle Anfang der Neunzigerjahre war der Jazz dann noch einmal ein rasantes Treibmittel für das Geschehen in der Dancefloor-Szene der Metropolen. Manch einer hegte die Hoffnung, das Genre könne wieder zu einem Mainstream-Phänomen unter Jugendlichen werden. Ein kurzes Strohfeuer. Der Jazz blieb Kunst-Musik. Dennoch behaupten wir – auch wenn da einigen der Hut hochgeht: Jazz ist (auch) Tanz-Musik.

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found It's Jazz, Get Up & Dance! 30.05.20

Courtney Pine
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Am Mikrofon: Guenter Hottmann

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