hessenschau-Moderatorin Jennifer Sieglar

Sie moderiert die "hessenschau" und die Kindernachrichtensendung "logo!". Nun hat Jennifer Sieglar eine neue Rolle übernommen: Als Polly Plapperschlange ist sie beim "Wunderwigwam" zu hören – dem neuen Kinderpodcast des Hessischen Rundfunks. Ein Gespräch über Frieren, Spinnenkacke und den richtigen Zungenschlag.

Mögen Sie Schlangen?

Jennifer Sieglar: Nein. Ich habe Angst vor Schlangen. Ich fand sie sogar ganz schrecklich!

Fand? Das hat sich geändert?

Ja. Mit jeder Wigwam-Folge bessert sich mein Verhältnis zu Schlangen. Sie sind mir ähnlicher als ich dachte. Mit der Plapperschlange kann ich mich richtig gut identifizieren. Sie ist so verfroren und wasserscheu wie ich - und zum Glück völlig ungefährlich.

Wunderwigwam "Pfui Spinne? Von wegen!"

In der ersten Podcast-Folge geht es um Spinnen. Mich hat verblüfft, dass Kreuzspinnen ein Merkmal aus - Entschuldigung - Spinnenkacke auf dem Rücken tragen. Was ist Ihr Funfact-Highlight?

Ich finde natürlich alle Fakten über Schlangen total interessant, die in den jeweiligen Rahmenhandlungen zu den einzelnen Episoden eingeflochten werden – zum Beispiel, dass Schlangen mit der Zunge riechen. Oder dass sie sich immer seltener häuten, wenn sie älter werden.

Der “Wunderwigwam” ist ein Wissens- und Spaßpodcast – wie geht das zusammen?

Das geht ganz fantastisch zusammen. Wissen ist ja nicht per se uncool. Im Unterricht hängt es oft vom Lehrer oder der Lehrerin ab, ob Lernen Spaß macht. Ich glaube, es kommt auf die Machart an. Da sind wir mit dem “Wunderwigwam” ganz vorne mit dabei. Er ist liebevoll, lustig, spielerisch und vermittelt Wissen ganz nebenbei.

Der Podcast richtet sich an Grundschulkinder. Eine Bandbreite von völlig verträumt bis kurz vor der Pubertät. Sie machen ja schon seit Jahren Sendungen für Kinder - womit kriegt man alle?

Mit Humor. Humor ist superwichtig. Und ich glaube, es ist schlau, wenn man sich etwas nach oben orientiert. Kinder orientieren sich gerne an den etwas Größeren, zum Beispiel an älteren Geschwistern.

Der “Wunderwigwam” ist ein magischer Ort, der an verschiedenen Plätzen Halt macht. Bewohnt wird er von Fox Schlaufuchs und Polly Plapperschlange. hr-Wissenschaftsredakteur Stephan Hübner gibt den Schlaufuchs, Sie sprechen Polly, eine pfiffige, schlagfertige Schlange, die gerne im Internet surft. Wie viel Jennie steckt in Polly?

Viel! Ich bin oft im Netz unterwegs, tausche mich gerne aus und bin sehr Social-Media-affin. Wissen recherchieren und auch das Schnellsprechen gehören zu meinem Handwerk als Journalistin. Bei der "hessenschau" moderiere ich ja den Nachrichtenblock und wenn der Sendungsredakteur mir durchgibt "schneller", dann muss ich fünf oder zehn Sekunden reinholen durch mein Sprechtempo.

Und wie viel Stephan steckt in Fox?

Stephan Hübner

Als Wissenschaftsredakteur ist Stephan natürlich prädestiniert für den Schlaufuchs, und er hat einige Abenteuer für Fox und Polly geschrieben. Aber er ist auch krass witzig, sprachgewandt und schlagfertig. Er wäre der perfekte Joker bei "Wer wird Millionär" und könnte sofort als Gag-Schreiber für eine Comedy-Show anheuern.

 

Nochmal zurück zu Polly: Wie verwandeln Sie sich in eine Schlange?

Man darf sich nicht schämen, das ist die Grundvoraussetzung. Ich habe jahrelang die Wettertiere für "logo!" vertont, also meine Stimme verstellt und Tiere gesprochen. Dafür habe ich schon meinen Kopf in einen Mülleimer gesteckt, um Hall zu erzeugen, hessisch gesprochen oder mich total gaga benommen.

Weitere Informationen

Jennifer Sieglar

Bereits während ihres Studiums arbeitete sie als Nachrichtensprecherin beim Radio und als Redakteurin bei den ZDF-Kindernachrichten "logo!", die sie seit 2012 moderiert. Die Nachrichten der "hessenschau" im hr-fernsehen präsentiert Jennifer Sieglar seit 2014. Außerdem schreibt sie Sachbücher zu den Themen Umweltschutz und Nachrichten.

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Und wie bekommen Sie den richtigen Zzzungenschlag hin?

Für die Besetzung der Plapperschlange gab es ein Casting und ich war gespannt, ob ich das kann – Hörspiel hatte ich noch nicht gemacht. Wir haben die Rolle dann gemeinsam mit der Regisseurin Marlene Breuer entwickelt und viel ausprobiert, lispeln oder zischen zum Beispiel, das war ein gemeinsamer Prozess. Jetzt bin ich mir als Polly beim Sprechen meiner Zunge einfach sehr bewusst. Interessant fand ich auch, dass ich mich als Nachrichtensprecherin im unteren Bereich meiner Stimme bewege. Bei Polly spreche ich höher, bin verspielter und jünger unterwegs. Das ist eine schöne Abwechslung.

Alle 14 Tage gibt es eine neue Podcast-Folge. Auf welche "Wunderwigwam"-Produktion freuen Sie sich jetzt schon?

Beim Thema "Masken" reist der Wigwam nach Hollywood, das ist natürlich mega! Dann gibt es eine Folge über Zähne, auf die bin ich sehr gespannt. Schließlich sind Zähne für eine Schlange nicht ganz unwichtig. Mal schauen, was ich da alles erfahren kann.

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