Antonín Dvořák erreichte die Nachricht vom Tod seines Vaters 1894, als er gerade Direktor des National Conservatory of Music in New York war. Kurz zuvor hatte die Musikwelt auch den berühmten Dirigenten Hans von Bülow sowie Peter Tschaikowsky verloren, mit beiden war Dvořák befreundet gewesen. So war es nicht verwunderlich, dass der gläubige Katholik in den Biblischen Gesängen seine große Trauer verarbeitete.

Ulrike Schneider, Mezzosopran
Staatsorchester Kassel
Leitung: Francesco Angelico

Dvořák: Biblische Lieder op. 99 für Gesang und Orchester
Tschaikowsky: 6. Sinfonie h-Moll op. 74 "Pathetique"

(Aufnahme vom 1. April aus dem Staatstheater Kassel)

Inspiriert durch Dvořáks tiefe Religiosität entstanden zehn ergreifende Psalmenvertonungen des Alten Testaments. Das Beste, "was ich bis jetzt auf diesem Gebiete geleistet habe", befand Dvořák.

Peter Tschaikowsky

"Ich habe übergroße Lust, eine grandiose Sinfonie zu schreiben, die den Schlussstein meines Schaffens bilden soll", hatte Tschaikowsky 1890 angekündigt. 1893 wurde seine "Pathétique" uraufgeführt, kurz danach starb er an Cholera, ob vorsätzlich herbeigeführt, wird immer im Dunkeln bleiben. "Ich liebe es, wie ich nie zuvor eines meiner musikalischen Produkte geliebt habe", sagte Tschaikowsky über seine sechste Sinfonie.

Sendung: hr2-kultur, "Konzertsaal", 13.06.2021, 20:04 Uhr.

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