Live aus Kopenhagen

Dänisches Vokal-Ensemble
Leitung: Phillip Faber
Søren Christian Vestergaard, Orgel
Bára Gísladóttir, Kontrabass

Povl Hamburger (1901-1972): Der er ingenting i verden så stille som sne (Es gibt nichts vergleichbares in der Welt so still wie Schnee)
Jan Sandström (*1954): En rose så jeg skyde (Es blüht eine Rose)
Per Nørgård (*1932): Flos ut rosa floruit
Joseph Klug (1490-1552): Den yndigste rose er funden (Die wunderbarste Rose ist gefunden)
Jacob Meidell (1778-1857): Dejlig er den himmel blå (Wunderschön ist der Himmel blau)
Niels la Cour (*1944): Hodie Christus natus est
Bára Gisladottir (*1989): NĀT
Niels Gade (1817-1890): Barn Jesus i en krybbe lå (Das Jesuskind in einer Krippe liegt)
Carl Nielsen (1865-1931): Mit hjerte altid vanker (Mein Herz immer wandert)
Christoph Ernst Friedrich Weyse (1774-1842): Julen har bragt velsignet bud (Weihnachten hat gesegnete Gebote gebracht)
Bo Holten (*1948): First Snow
Anonymous: Dejlig er jorden (Schön ist die Erde)

(Übertragung aus der Garnisonskirche)

Für sein Programm 2021 wendet sich der Chor den dänischen Traditionen der Weihnachts- und Wintermusik zu und schöpft dabei nicht nur aus dem Chorrepertoire, sondern auch aus der umfangreichen Sammlung dänischer Nationallieder und der tief verwurzelten Leidenschaft für "fællessange" - gemeinsames Singen. Das Programm beginnt und endet mit Musik für die Winterzeit, die an gefrorene, frostige Szenen und wilde Schneelandschaften erinnert. Im Mittelpunkt des Programms stehen zwei Gruppen von kontrastierenden Weihnachtsstücken - die erste erforscht das alte Bild der Jungfrau Maria als eine im Winter blühende Rose, und die zweite führt uns zur Krippe selbst. Zu dieser zweiten Gruppe gehört die Uraufführung des neuen Stücks von Bára Gísladóttir, das vom Dänischen Rundfunk speziell für das Dänische Vokal-Ensemble 2020 in Auftrag gegeben wurde. Die Uraufführung wird jetzt nachgeholt.

Das Stück zeigt die Krippenszene, nachdem die Engel, Hirten und Könige gegangen sind, Joseph und Maria sind allein mit dem neugeborenen Kind, beleuchtet vom seltsamen, unheimlichen Licht des Sterns. Einen Teil hat für Bára Gísladóttirs für ihr eigenes Instrument geschrieben, den Kontrabass, der von der Komponistin selbst gespielt wird. Zum Abschluss des Programms wird sich das Publikum in der Garnisonskirken (hoffentlich!) den Stimmen des Dänischen Vokal-Ensembles anschließen und zwei beliebte fællessange-Weihnachtslieder anstimmen.

Sendung: hr2-kultur, "Alte und neue Weihnachtsmusik", 19.12.2021, 16:00 Uhr