Beethovens Erste trifft auf Schumanns Einziges - gemeint sind Beethovens 1. Sinfonie und Schumanns Cello-Konzert. Letzteres ist das Lieblingsstück des Cellisten Daniel Müller-Schott - was er bei seinem Auftritt im Münchner Herkules-Saal im Oktober einmal mehr bestätigte.

Daniel Müller-Schott, Violoncello
Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks
Leitung: Andrew Manze

Schumann: Cellokonzert a-Moll op. 129
Beethoven: 1. Sinfonie C-Dur op. 21

(Aufnahme vom 16. Oktober 2020 aus dem Herkulessaal in München)

In nur vierzehn Tagen hat Schumann sein Cello-Konzert 1850 fertiggestellt. Frisch in Düsseldorf angekommen, wo er zum neuen Musikdirektor gekürt worden war, sprühte er vor Tatendrang und Ideen. Für ein "durchaus heiteres Stück" hielt der Komponist sein "Concertstück" für Cello und Orchester - für "unmelodiös" der Widmungsträger Emil Bockemühl, der sich dann auch weigerte, es zu spielen. Erst 1860, nach Schumanns Tod, wurde das Cello-Konzert schließlich uraufgeführt. Für den Münchner Cellisten Daniel Müller-Schott ist dieses Konzert eines der persönlichsten Werke innerhalb des Genres überhaupt. In dem britischen Dirigenten Andrew Manze findet er den richtigen Partner im Geiste dafür - denn Manze gilt als ebenso risikofreudiger "Bauchmusiker" wie Müller-Schott. Das kann Manze dann gemeinsam mit dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks auch in Beethovens Erster Sinfonie beweisen: Formal noch ganz der Klassik verbunden, schaut hier bereits der eigensinnige und zukunftsweisende Beethoven heraus.

Sendung: hr2-kultur, "Konzertsaal", 31.01.2021, 20:04 Uhr.

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