Das Neue im Alten finden oder das Alte im Neuen suchen? Das Modigliani-Quartett hat sich beides auf die Fahnen geschrieben. Bei den Schwetzinger Festspielen erkundete das Quartett gemeinsam mit der Klarinettenvirtuosin Sabine Meyer und ihrem Ensemble unter anderem ein Highlight der Frühromantik: Schuberts Oktett.

Modigliani Quartett

Sabine Meyer, Klarinette
Bruno Schneider, Horn
Dag Jensen, Fagott
Yann Dubost, Kontrabass

Strawinsky: Drei Stücke für Streichquartett
Debussy: Streichquartett g-Moll op. 10
Schubert: Oktett F-Dur D 803

(Aufnahme vom 22. Oktober 2020 aus dem Rokokotheater auf Schloss Schwetzingen)

1824 entsteht Schuberts Oktett - nach einer mehrjährigen Schreibblockade, zu der nicht zuletzt auch die Ehrfurcht vor dem großen Beethoven beigetragen hatte. Plötzlich sprudelt es aus Schubert wieder heraus. Zumal Ferdinand Graf Troyer, Obersthofmeister am Hofe Erzherzog Rudolfs von Österreich-Toskana und ein begeisterter Klarinettist, das Werk bei ihm bestellt hat.

Sabine Meyer und ihr Ensemble treffen hier auf das Modigliani-Quartett, das nicht umsonst den Namen des italienischen Malers und Bildhauers trägt: War er doch in seiner Kunst ein Vermittler zwischen Tradition und Moderne. Passend also, dass das Modigliani-Quartett zu den Schwetzinger Festspielen noch Streichquartette von Claude Debussy und Igor Strawinsky mitgebracht hat.

Sendung: hr2-kultur, "Konzertsaal", 07.02.2021, 20:04 Uhr.

Aktueller Song:
Lädt
Lädt
Lädt - Lädt
Lädt - Lädt
mit