"Wenn ich auf die Bühne gehe, denke ich: 85 Prozent der Menschen in diesem Konzertsaal haben den Sound einer Mandoline noch nie gehört - welcher Pianist könnte das sagen? Es ist ungeheuer aufregend und auch eine große Verantwortung, den Menschen etwas völlig Neues zu präsentieren; doch ich spüre diese Neugier und liebe diese Energie."

Avi Avital, Mandoline
Leitung: Ton Koopman

Wassenaer: 2. Concerto armonico G-Dur
Hummel: Mandolinen-Konzert G-Dur
Locatelli: Concerto op. 7 Nr. 6 "Il pianto d'Arianna"
Beethoven: Egmont-Suite op. 84

(Aufnahmen aus dem hr-Sendesaal vom 23. und 24. September)

Der in Israel geborene und in Berlin lebende Avi Avital hat beinahe im Alleingang die Mandoline aus der Nische ins Rampenlicht der Konzertpodien geholt. Mit dem hr-Sinfonieorchester wird er das Mandolinen-Konzert des Beethoven-Zeitgenossen Johann Nepomuk Hummel vorstellen, eines seiner liebsten Solokonzerte für das mandelförmige Zupfinstrument. Der favorisierte Komponist des Barock-Spezialisten Ton Koopman ist eindeutig Bach. Doch nicht erst seit dem Jubiläumsjahr 2020 nimmt er zunehmend auch Kontakt zu Beethoven auf. Hatte er vor 20 Jahren noch gesagt, für ihn als musealen Menschen sei "Beethoven schon Avantgarde", stellt er heute fest, dass er "seine Musik allmählich liebe. Das hat lange gedauert."

Sendung: hr2-kultur, "Konzertsaal", 06.10.2020, 20:04 Uhr.

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