Justin Doyle geht gemeinsam mit dem RIAS-Kammerchor Berlin und dem Organisten Martin Baker zurück zu den Wurzeln der Chormusik. Ausgehend von einer einstimmigen Melodie der Mystikerin Hildegard von Bingen bewegen sie sich von den ersten mehrstimmigen Werken der Frührenaissance bis zur 16-stimmigen Blüte der polyphonen Form durch die Jahrhunderte.

RIAS-Kammerchor
Leitung: Justin Doyle
Martin Baker, Orgelimprovisation

Hildegard von Bingen: O Virtus Sapientiae
Lasso: Fulgebunt justi
Binchois: Veni Creator Spiritus
Byrd: Sanctus und Benedictus aus der "Mass for four voices"
Palestrina: Agnus Dei I und II aus der "Missa Brevis"
Gesualdo: Tristis est anima mea
John Sheppard (ca. 1515-ca. 1558): Libera nos II
de Victoria: Ave Maria
Johann Bach (1604-1673): Unser Leben ist ein Schatten
Caldara: Crucifixus a 16

(Aufnahme vom 16. September 2020 aus der Berliner Philharmonie)

Justin Doyle leitet seit der Saison 2017/18 den RIAS-Kammerchor als Chefdirigent. Der musikalische Werdegang des Briten begann bereits als Chorknabe an der Westminster Cathedral in London und später als Scholar am renommierten King’s College in Cambridge. Sein Handwerk als Chorleiter lernte er nicht zuletzt als Sitpendiat der BBC Singers. Als künstlerischer Leiter des RIAS-Kammerchores weitet er das polyphone Repertoire des Ensembles beständig aus und hat darüber hinaus eine Reihe mit großen Auftragswerken ins Leben gerufen.

Anschließend, ab ca. 21:10 Uhr:
Eduard Oja: Silent moods für Streichorchester (Ostbottnisches Kammerorchester / Juha Kangas)
Brahms: 2. Klavierkonzert B-Dur op. 83 (Krystian Zimerman / Wiener Philharmoniker / Leonard Bernstein)
Piazzolla: Caliente, Soledad, Decarismo (Die 12 Cellisten der Berliner Philharmoniker)

Sendung: hr2-kultur, "Konzertsaal", 26.02.2021, 20:04 Uhr.

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