Braucht man für Orgelmusik wirklich eine Orgel? Nein, hat sich das niederländische "Calefax Reed Quintet" gesagt - und ist mit seinen Blasinstrumenten kurzerhand selbst zur Orgel mutiert. Im Gepäck hat es Werke von Bach bis Koolmees.

"Calefax Reed Quintet":
Oliver Boekhoorn, Oboe
Ivar Berix, Klarinette
Raaf Hekkema, Saxophon
Jelte Althuis, Bassklarinette
Alban Wesly, Fagott

Sebastián Aguilera de Heredia (ca. 1565-1627): Ensalada
Franck: Deuxième Choral
Jehan Alain (1911-1940): Litanies
Duruflé: Prélude et Fugue sur le nom d'Alain
Hans Koolmees (*1959): Estampie
Mendelssohn: 2. Präludium und 1. Fuge aus "Drei Präludien und Fugen" op. 37
François Roberday (1624-1680): Fugues et Caprices
Bach: Fantasia und Fuge BWV 542

(Aufnahme vom 20. November 2019 aus dem Muziekgebouw Amsterdam)

Das niederländische "Calefax Reed Quintet" spielt in der ungewöhnlichen Besetzung aus Oboe, Klarinette, Saxophon, Bassklarinette und Fagott - also all jene Blasinstrumente, für die man Mundstücke aus einer Schilfrohrart braucht. Darauf spielen die fünf munteren Herren alles, was ihnen unter die Finger kommt - Repertoire vom tiefsten Mittelalter bis in unsere Tage. Und ein bisschen Jazz oder Weltmusik darf es zwischendurch auch mal sein. Nun wenden sich die Musiker einmal ausschließlich kirchlichen Orgelklängen zu und arrangieren sie sich auf ihre Finger - darunter Kompositionen des frühbarocken Spaniers Sebastian Aguilera de Heredia, Felix Mendelssohn-Bartholdys und Maurice Duruflés.

Anschließend:
Saint-Saëns: 3. Sinfonie c-Moll op. 78 "Orgelsinfonie" (Iveta Apkalna, Orgel / hr-Sinfonieorchester / Riccardo Minasi)
Debussy: Sonate für Flöte, Viola und Harfe (Juliette Hurel / Arnaud Thorette / Christine Icart)

Sendung: hr2-kultur, "Konzertsaal", 08.02.2021, 20:04 Uhr.

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