"Alle Musik ist im Innersten religiös", das ist eine der Grundüberzeugungen des aus Estland stammenden und seit 1981 in Berlin lebenden Komponisten Arvo Pärt. Diese Aussage war auch das Motto des Sinfoniekonzerts vom 9. und 10. Februar 2006 in der Alten Oper Frankfurt.

Leitung: Paavo Järvi

Pärt: 3. Sinfonie
Bruckner: 3. Sinfonie d-Moll

(Aufnahmen vom 9. und 10. Februar 2006 aus dem Großen Saal)

Zwei Werke standen dabei auf dem Programm: die 3. Sinfonie von Arvo Pärt aus dem Jahre 1971 und die 3. Sinfonie in d-Moll von Anton Bruckner. Bei aller Verschiedenheit ihres Schaffens verbindet doch beide Komponisten eine tiefe Spiritualität und Klangsinnlichkeit. Bruckners fest in seinem katholischen Glauben wurzelnde Religiosität und seine große Bewunderung für Richard Wagner sind die zentralen Antriebskräfte seines Komponierens. Bei Arvo Pärt führt die Beschäftigung mit der Musik des Mittelalters und der Renaissance, mit Gregorianik und früher Vokalpolyphonie zu einer Neuausrichtung seines musikalischen Denkens. Zugleich findet er seine eigene spirituelle Heimat in der russisch-orthodoxen Kirche.

Sendung: hr2-kultur, "Konzertsaal", 30.03.2021, 20:04 Uhr.

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