Frédéric Chopin hatte bei allen seinen Klavierschülern darauf gedrungen, auch Gesangsunterricht zu nehmen, nur als Sänger wäre man ein vollständiger Musiker. So gesehen hat die Dirigentin Ariane Matiakh alles richtig gemacht: Während ihres Studiums in Wien sang sie im berühmten Arnold-Schönberg-Chor und ließ sich dort vor allem von Nikolaus Harnoncourt inspirieren.

Pekka Kuusisto, Violine
Leitung: Ariane Matiakh

Koechlin: Vers la voûte étoilée
Bryce Dessner: Violinkonzert (Auftragswerk des hr - Uraufführung)
Beethoven: 6. Sinfonie F-Dur op. 68 "Pastorale"

(Aufnahme vom 1. Oktober aus dem Großen Saal)

"Von Harnoncourt habe ich diese Freude am Suchen", weiß die Französin. Später war Ariane Matiakh dann Assistentin unter anderen von Alain Altinoglu in Montpellier und heute ist sie eine der gefragtesten Dirigentinnen für Oper und Konzert. Die Freude am Suchen, die Offenheit für neue Ansätze und Denkweisen teilt sie mit dem finnischen Geiger Pekka Kuusisto. Er war in der vergangenen Spielzeit "Artist in Residence" beim hr-Sinfonieorchester. Das eigens für diese Residenz bei Bryce Dessner in Auftrag gegebene Violinkonzert wartet noch auf seine Uraufführung - jetzt ist endlich die Zeit gekommen.

Sendung: hr2-kultur, "Konzertsaal", 12.10.2021, 20:04 Uhr.