Das hr-Sinfonieorchester präsentiert Brahms zweite Sinfonie, und am Pult steht eine Dirigentin mit einer besonderen Beziehung zu diesem Komponisten: "Brahms und Mahler waren meine frühesten Lieblingskomponisten und sind es bis heute", sagt Marin Alsop, die diese Musik frei zu machen versteht von jedem Zuviel an Pathos und Schwere: "Marin Alsops Brahms-Deutung umgibt in ihrer Klarheit eine Aura der absoluten Gewissheit", so beschreibt es das Magazin "Klassik Heute".

Víkingur Ólafsson, Klavier
Marin Alsop, Dirigentin

Barber: 1. Sinfonie op. 9
Thomas Adès: In Seven Days
Brahms: 2. Sinfonie D-Dur op. 73

(Aufnahmen vom 14. und 15. Oktober aus dem Großen Saal)

Die gebürtige New Yorkerin ist die erste Dirigentin an der Spitze eines großen Orchesters in den USA, zudem leitet Marin Alsop das Radio-Symphonieorchester in der Brahms-Stadt Wien. Solist beider Abende ist mit Víkingur Ólafsson der "Artist in Residence" dieser hr-Saison. Die New York Times bezeichnete den Pianisten mit der so intensiven Verbindung zur Musik Johann Sebastian Bachs zwar als "Islands Glenn Gould", doch fällt in nicht geringerem Maße sein Einsatz für zeitgenössische Komponisten auf. Wie Thomas Adès: Sein Klavierkonzert "In Seven Days" basiert auf der biblischen Schöpfungsgeschichte, die New York Times nannte diese Genesis-Musik "grandios", "zugleich ehrfürchtig und verspielt".

Sendung: hr2-kultur, "Konzertsaal", 26.10.2021, 20:04 Uhr.