Mit Schostakowitschs "Siebter" hat der finnische Dirigent Klaus Mäkelä bereits in der vergangenen Saison gemeinsam mit dem hr-Sinfonieorchester Begeisterungsstürme entfacht. Nun kommt der jüngst zum Chefdirigenten des Oslo Philharmonic und bald auch zum Chefdirigenten des Orchestre de Paris avancierte 24-Jährige mit einem weiteren Schostakowitsch-Werk nach Frankfurt: der selten zu hörenden 14. Sinfonie.

Miina-Liisa Värelä, Sopran
Mika Kares, Bass
Leitung: Klaus Mäkelä

Schostakowitsch: 14. Sinfonie op. 135

(Aufnahmen vom 30. September und 1. Oktober aus dem hr-Sendesaal)

Die 14. Sinfonie ist ein zutiefst eindrucksvolles wie düsteres Werk, das der russische Sinfoniker während eines Krankenhausaufenthaltes 1969 in Moskau komponierte. Unmittelbar beeinflusst von Modest Mussorgskijs "Liedern und Tänze des Todes" und Benjamin Brittens "War Requiem" umfasst es elf Lieder für Sopran, Bass und Kammerorchester, die sich thematisch nahezu alle direkt mit dem Tod auseinandersetzen - jenseits jedweder Glaubensvorstellungen, schonungslos, hart und nüchtern: eine fatalistische Bilanz, aber auch ein leidenschaftlicher Protest. "Der Tod", so Schostakowitsch, "erwartet jeden von uns. Ich kann nichts Gutes darin sehen, dass unser Leben so endet, und das ist es, was ich in diesem Werk vermitteln will."

Sendung: hr2-kultur, "Konzertsaal", 02.10.2020, 20:04 Uhr.

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