75 Jahre alt ist es in diesem Jahr geworden: Das Musikfestival "Prager Frühling". Und trotz Corona wurden Anfang Juni auch Live-Konzerte mit Publikum geboten - und so brachte das Prager Sinfonieorchester Werke von seinem Landsmann Josef Suk und von Arnold Schönberg mit.

Prager Sinfonieorchester
Leitung: Tomáš Brauner

Suk: Meditation über die tschechische Hymne "St. Wenceslas" op. 35a
Suk: Streicherserenade Es-Dur op. 6
Schönberg: Verklärte Nacht op. 4

(Aufnahme vom 1. Juni 2020 aus dem Smetana-Saal)

Der Geiger und Komponist Josef Suk war der Schwiegersohn von Antonin Dvořák - was auch in seiner Klangsprache spürbar ist. So zu hören etwa in der Streicherserenade Es-Dur - und in seiner "Meditation über den alten tschechischen Choral 'Sankt Wenzeslas'", die er ursprünglich für ein Streichquartett schrieb. Mit den meditativen Klängen verbindet sich zugleich ein Stück Nationalstolz und Freiheitssehnsucht: Denn Suk, der zweiter Geiger im Böhmischen Streichquartett war, stellte es 1914 an den Anfang eines Konzerts - obgleich es damals Pflicht war, Konzerte mit der österreichischen Kaiserhymne zu eröffnen. Das Prager Sinfonieorchester spielte beim "Prager Frühling" die Orchesterfassung der "Meditation" - und ergänzte sein Programm mit der Orchesterfassung von Arnold Schönbergs Streichsextett "Verklärte Nacht".

Sendung: hr2-kultur, "Konzertsaal", 05.10.2020, 20:04 Uhr.

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