Wenn auch beide Künstler, die 2012 in der Debüt-Reihe erstmals beim hr-Sinfonieorchester gastierten, kein slawisches Blut in den Adern haben, haben sie doch dem reizvollen Programm mit Werken tschechischer und polnischer Komponisten slawisches Temperament verliehen.

Ingolf Wunder, Klavier
Leitung: Julian Kuerti

Smetana: "Šárka" aus "Mein Vaterland"
Chopin: 1. Klavierkonzert e-Moll op. 11
Dvorák: 8. Sinfonie G-Dur op. 88

(Aufnahme vom 28. September 2012 aus dem hr-Sendesaal)

Der 1985 geborene österreichische Pianist Ingolf Wunder hat 2010 mit seinem Zweiten Preis beim legendären Chopin-Wettbewerb Warschau eindrucksvoll seine Chopin-Kompetenz unter Beweis gestellt. Folgerichtig präsentierte er im hr-Sendesaal auch das erste der beiden brillant-poetischen Klavierkonzerte des polnischen Nationalkomponisten. Unter der Leitung des jungen kanadischen Dirigenten Julian Kuerti, dem langjährigen Assistenten von James Levine beim Boston Symphony Orchestra, waren darüber hinaus Smetanas Tondichtung "Šárka" aus dem berühmten Orchesterzyklus "Mein Vaterland" zu hören sowie Dvoráks originelle achte Sinfonie.

Sendung: hr2-kultur, "Konzertsaal", 02.11.2021, 20:04 Uhr.