Allerlei musikalische Souvenirs hatte der junge Geiger Stephen Waarts mitgebracht, als er im Dezember 2020 im Kammermusiksaal des Deutschlandfunks in Köln auftrat. Ein besonderes Mitbringsel war eine Sonate des Polen Mieczysław Weinberg - auf deutschen Bühnen eher ein Schattengewächs.

Stephen Waarts, Violine
Yannick Rafalimanana, Klavier

Enescu: Impressions d'enfance op. 28
Mieczysław Weinberg: 5. Violinsonate op. 53
Debussy: Violinsonate g-Moll
Tschaikowsky: Souvenir d'un lieu cher op. 42
Ysaÿe: Caprice d'après l'Etude en forme de valse op. 52

(Aufnahme vom 8. Dezember 2020 aus dem Kammermusiksaal des Deutschlandfunk)

"Meine Disziplin kommt daher, dass ich Musik einfach liebe!", sagt Stephen Waarts. 24 Jahre jung, hat der Geiger mit niederländisch-amerikanischen Wurzeln unter anderem am Curtis Institute in Philadelphia studiert - und ist seit 2017 an der "Kronberg Academy" vor den Toren Frankfurts anzutreffen. Zahlreiche Wettbewerbspreise säumen bereits seinen Karriereweg - darunter der erste Preis beim Internationalen Yehudi Menuhin Violinwettbewerb.

Zum 3. Raderbergkonzert in Köln hatte Stephen Waarts gemeinsam mit seinem französischen Klavierpartner Yannick Rafalimanana ein ungewöhnliches Programm zusammengestellt: Typische Zugaben-Stücke, wie die Miniaturen von George Enescu oder Peter Tschaikowskys "Souvenir d’un lieu cher". Außerdem hatten die beiden Musiker eine echte Rarität im Gepäck: Die fünfte Violinsonate des polnisch-jüdischen Komponisten Mieczysław Weinberg, die er seinem großen Vorbild Dmitri Schostakowitsch gewidmet hat.

Anschießend:
Franck: Sinfonie d-Moll (Orchestre National de Lyon / Emmanuel Krivine)
Enescu: Cantabile und Presto (Sharon Bezaly, Flöte / Roland Pöntinen, Klavier)

Sendung: hr2-kultur, "Konzertsaal", 16.04.2021, 20:04 Uhr.

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