Zwei Schwergewichte der romantischen Musikliteratur stehen sich im Auditorium Turin gegenüber: Edvard Grieg und Anton Bruckner. Solist des Abends ist der kanadische Pianist Jan Lisiecki.

Jan Lisiecki, Klavier
Orchestra Sinfonica Nazionale della RAI
Leitung: James Conlon

Grieg: Klavierkonzert a-Moll op. 16
Bruckner: 7. Sinfonie E-Dur

(Aufnahme vom 4. März 2021 aus dem Arturo Toscanini RAI Auditorium Turin)

Jan Lisiecki hat das Klavierkonzert von Edvard Grieg mitgebracht. Grieg hatte das Klavierkonzert von Robert Schumann im Ohr, als er es komponierte. Während seines Studiums in Leipzig hatte er es im Jahre 1858 mit Clara Schumann als Solistin gehört. Folgerichtig setzte er sein eigenes und einziges Klavierkonzert 1868 in die gleiche Tonart wie sein Vorbild - in a-Moll.
In E-Dur hat wiederum Anton Bruckner seine siebte Sinfonie komponiert, die 1884 in Leipzig vom Gewandhausorchester uraufgeführt wurde. Auch Bruckner hatte ein Vorbild: Richard Wagner, der im Februar 1883 in Venedig gestorben war. Bruckner schreibt ihm in dem zweiten Adagio-Satz seiner siebten Sinfonie einen musikalischen Nachruf, in dem nicht von ungefähr die "Todverkündigungsszene" aus Wagners "Walküre" anklingt.

Sendung: hr2-kultur, "Konzertsaal", 14.06.2021, 20:04 Uhr.

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