Zwei glücklose Liebespaare und ein Erfolgsstück - so könnte man den Abend übertiteln. Denn die Niederländische Radiophilharmonie hatte Suiten aus den Bühnenwerken "Pelléas et Mélisande" und "Samson und Dalila" mitgebracht. Die junge Geigerin Noa Wildschut steuerte Saint-Saëns' drittes Violinkonzert dazu bei.

Noa Wildschut, Violine
Niederländische Radiophilharmonie
Leitung: James Gaffigan

Fauré: Suite aus "Pelléas et Mélisande" op. 80
Saint-Saëns: 3. Violinkonzert h-Moll op. 61
Saint-Saëns: Bacchanale aus "Samson und Dalila"

(Aufnahme vom 25. September 2020 aus dem TivoliVredenburg)

Noa Wildschut

Gabriel Fauré hatte seine Suite "Pelléas et Mélisande" 1898 ursprünglich als Schauspielmusik für Maurice Maeterlincks gleichnamiges Theaterstück komponiert. Und offenbar ließ Fauré der Stoff nicht los - denn er filterte eine zunächst dreisätzige Suite daraus. 1912 fügte er noch den populären "Sicilienne"-Satz hinzu, der bereits vielfach für verschiedene Instrumente bearbeitet wurde.

Auch Camille Saint-Saëns hatte einen Stoff, an dem er sich gern abarbeitete: Die biblische Geschichte um den bärenstarken Samson und die Verführerin Dalila. Ursprünglich plante er ein Oratorium - doch daraus wurde 1876 schließlich eine abendfüllende Oper. Die Niederländische Radiophilharmonie hatte für sein Konzert das "Bacchanal" aus dem zweiten Akt herausgekoppelt.

Sendung: hr2-kultur, "Konzertsaal", 04.10.2021, 20:04 Uhr.