Es war das letzte Konzert des Philharmonischen Orchesters Oslo vor dem Corona-Lockdown in Norwegen, zu dem ein langjähriger Freund des Orchesters angereist kam: Kent Nagano. Und als hätte er es geahnt, hatte er himmlische Klänge im Gepäck, bevor sich die Musik in eine lange Stille verabschieden musste.

Veronika Eberle, Violine
Philharmonisches Orchester Oslo
Leitung: Kent Nagano

Wagner: Vorspiel zu Parsifal
Berg: Violinkonzert "Dem Andenken eines Engels"
Brahms: 1. Sinfonie c-Moll op. 68

(Aufnahme vom 5. März 2020 aus dem Konserthus Oslo)

Veronika Eberle

Solistin des Abends, den hr2-kultur heute präsentiert, ist Veronika Eberle mit Alban Bergs Violinkonzert "Dem Andenken eines Engels", geschrieben 1935 für Manon Gropius, die Tochter von Alma Mahler und Walter Gropius. Sie war mit nur 18 Jahren an Kinderlähmung verstorben. Veronika Eberle und Kent Nagano haben Bergs Violinkonzert schon häufig gemeinsam aufgeführt, nicht zuletzt in einer Neuinszenierung von Bergs "Lulu" an der Hamburgischen Staatsoper, wo Nagano seit 2015 Generalmusikdirektor ist. Den Rahmen dieses Abends bildet Musik von zwei Kontrahenten: Das Vorspiel zu Parsifal vom "Neudeutschen" Richard Wagner und die 1. Sinfonie vom "Traditionalisten" Johannes Brahms.

Anschließend, gegen 21:40 Uhr:
Albéniz: "Asturias" aus der Suite Espagnol (Quattrocelli)
Chopin: Etüden op. 25 (Sonya Bach, Klavier)
Sebastian Manz: Melancolenny, Hommage an Leonard Bernstein (Sebastian Manz, Klarinette / Sebastian Studnitzky, Klavier)

Sendung: hr2-kultur, "Konzertsaal", 29.09.2020, 20:04 Uhr.

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