Für das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks kam die Nachricht überraschend: Am 1. Dezember 2019 erlag sein Chefdirigent Mariss Jansons einem langjährigen Herzleiden. Eines seiner letzten Konzerte dirigierte Jansons im Oktober 2019 - mit Werken von Richard Strauss und Johannes Brahms.

Sarah Wegener, Sopran
Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks
Leitung: Mariss Jansons

Strauss: Vier sinfonische Zwischenspiele aus "Intermezzo" op. 72
Strauss: Sechs Lieder für Sopran und Orchester
Brahms: 4. Sinfonie e-Moll op. 98

(Aufnahme vom 11. Oktober 2019 aus dem Herkulessaal München)

Siebzehn Jahre lang leitete Mariss Jansons die Geschicke des Symphonieorchesters des Bayerischen Rundfunks. Der gebürtige Lette galt als Musiker, der sich der Kunst mit "voller Hingabe" und "glühender Intensität" widmet, "der es schafft, dass bei ihm immer der Funke überspringt", wie ein Orchestermusiker einmal schwärmte. Dabei blieb Jansons stets bescheiden - und hielt sich von Starrummel und Klangmagier-Kult fern.

Bei einem seiner letzten Konzerte, die er im Oktober 2019 im Münchner Herkulessaal gab, hätte eigentlich die Sopranistin Diana Damrau singen sollen. Doch sie war erkrankt - und so sprang die britisch-deutsche Sopranistin Sarah Wegener ein. Mitgebracht hatte sie Orchester-Lieder von Richard Strauss - darunter das Lied "Morgen" aus einem Liederzyklus, den Strauss 1894 seiner Frau, der Sopranistin Pauline de Ahna, zur Hochzeit geschenkt hat. Das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks spielte dazu die "Vier symphonischen Zwischenspiele" aus seiner Oper "Intermezzo" und die vierte Sinfonie von Johannes Brahms.

Sendung: hr2-kultur, "Konzertsaal", 09.04.2021, 20:04 Uhr.

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