Darmstadt - seit Jahrzehnten ist der Name der hessischen Wissenschaftsstadt ein - für andere sogar das - Synonym für die musikalische Avantgarde, die geschätzt und geliebt, mithin aber auch spöttisch belacht und verachtet wird.

Iannis Xenakis (1922-2001): "Jonchaies" (1977) für Orchester
hr-Sinfonieorchester
Dirigent: Lucas Vis
(Aufnahme: 5. Juli 2008, Staatstheater Darmstadt)

Sebastian Claren (* 1965): "After Blinky Palermo" (2001/02) für Violoncello und Orchester
Lucas Fels, Violoncello
hr-Sinfonieorchester
Dirigent: Peter Rundel
(Aufnahme: 5. Juli 2002, Sporthalle am Böllenfalltor)

Martin Schüttler (* 1974): "Conglom-o-mat" (2004) für großes Orchester und Live-Elektronik
hr-Sinfonieorchester
Dirigent: Hugh Wolff
(Aufnahme: 21. August 2004, Sporthalle am Böllenfalltor)

Sara Nemtsov (* 1980): "dropped. drowned" (2017) für großes Orchester
hr-Sinfonieorchester
Dirigent: Baldur Brönnimann
(Aufnahme: 14. Juli 2018, Lichtenbergschule)


Von Anfang an waren sie Partner: der Hessische Rundfunk (bis 1948 Radio Frankfurt) und die 1946 gegründeten Internationalen Ferienkurse für Neue Musik in Darmstadt. Bis heute und weltweit sind sie eine der bedeutendsten Institutionen für avancierte Musik. So manche Veranstaltung wäre ohne das Mitwirken des hr in den hessischen Neue-Musik-Sommern - bis 1970 fanden die Ferienkurse jährlich statt, seither biennal - nicht möglich gewesen. Und umgekehrt hätte der hr einige gewichtige Impulse nicht in den Äther schicken können, wenn Darmstadt sie nicht initiiert hätte. Oft kam das hr-Sinfonieorchester nach Darmstadt, etwa ins Staatstheater, in die Sporthalle am Böllenfalltor oder in die Lichtenbergschule und sorgte für großformatige Konzerte. Gelegentlich gastierten die Ferienkurse auch beim hr in Frankfurt. Eine traditionsreiche Allianz - mit vielen imposanten Konzerten und außergewöhnlichen Kompositionen.

Sendung: hr2-kultur, "Konzertsaal", 17.06.2021, 20:04 Uhr.

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