Sein Name ist aufs Engste verknüpft mit der bahnbrechenden Entwicklung der elektronischen Musik in den 1950/60er Jahren. Doch das Gros seiner Kompositionen schrieb Gottfried Michael Koenig nicht für Lautsprecher, sondern für Instrumente.

Gottfried Michael Koenig (1924-2021):

Zwei Klavierstücke (1957)
J. Marc Reichow, Klavier
(Aufnahme: 1. September 1995 im Saal 2 des Westdeutschen Rundfunks Köln)

Streichquartett 1959 (1959)
LaSalle Quartet
Walter Levin, Violine
Henry Meyer, Violine
Peter Kamnitzer, Viola
Jack Kirstein, Violoncello
(Aufnahme: 8. März 1961 im Saal 1 des Westdeutschen Rundfunks Köln)

"Drei ASKO Stücke" (1982) für Kammerensemble
Ensemble Modern
Dirigent: Kasper de Roo
(Aufnahme: 9. April 1999, hr-Sendesaal, Frankfurt am Main)

"60 Blätter" (1992) für Streichtrio
trio recherche
Melise Mellinger, Violine
Barbara Maurer, Viola
Lucas Fels, Violoncello
(Aufzeichnung der Uraufführung am 6. August 1994, Georg-Büchner-Schule, Darmstadt, während der Internationalen Ferienkurse für Neue Musik)

"Concerti e Corali" (1992) für Ensemble
Ensemble Phorminx
Dirigent: Hans Jürgen Wenzel
(Aufnahme: 5. Oktober 1996, Georg-Moller-Haus Darmstadt)

Am 30. Dezember 2021 ist der Komponist Gottfried Michael Koenig im Alter von 95 Jahren gestorben - in den Niederlanden, wo er seit Mitte der 1960er Jahre lebte und bis 1986 das Instituut voor Sonologie an der Universität Utrecht leitete. Der 1926 in Magdeburg geborene Koenig studierte an der Musikakademie Detmold und war zwischen 1954 und 1964 ständiger Mitarbeiter im Studio für elektronische Musik des WDR Köln, wo er zahlreiche Komponisten bei der Umsetzung ihrer avancierten Klangideen unterstützte und als Pionier der elektronischen Musik einen Teil seiner eigenen realisierte. "Bei Koenigs Musik", so bemerkte einmal der Musikologe und Komponist Konrad Boehmer, "werden die Menschen ersucht, ihr Gehirn bitte nicht an der Garderobe abzulegen."

Sendung: hr2-kultur, "Konzertsaal", 23.06.2022, 20:04 Uhr.