Zwei Amerikaner in Paris - so könnte man das Konzert übertiteln, das Ende September in der Philharmonie Paris stattfand: Denn beim Orchestre de Paris waren der amerikanische Geiger Gil Shaham und der amerikanische Dirigent Paavo Järvi zu Gast.

Gil Shaham, Violine
Orchestre de Paris
Leitung: Paavo Järvi

Tschaikowsky: Violinkonzert D-Dur op. 35
Debussy: La Mer
Ravel: Daphnis et Chloé, 2. Suite

Für Paavo Järvi, der ursprünglich aus Estland stammt, aber auch die amerikanische Staatsbürgerschaft hat, war es eine Art Heimspiel, als er an das Dirigentenpult des Orchestre de Paris zurückkehrte - denn von 2010 bis 2016 war er Chefdirigent des renommierten Klangkörpers. Bei dem Konzert Ende September war Järvi für den ursprünglich engagierten Gastdirigenten Tugan Sokhiev eingesprungen, der pandemie-bedingt nicht aus Russland ausreisen durfte. Tschaikowskys Violinkonzert stand im Mittelpunkt des Abends. Gastsolist war der temperamentvolle Vollblutmusiker Gil Shaham. Als Kontrast zu dem hochromantischen Werk, mit dem Tschaikowsky 1878 das erste Violinkonzert Russlands überhaupt schuf, hatte sich das Orchestre de Paris Stücke der wohl wichtigsten Vertreter des französischen Impressionismus ausgesucht: Claude Debussy und Maurice Ravel. Und so traf Debussys atmosphärisch-klangmalerische Hommàge an "La mer" (das Meer) auf Ravels zweite Suite aus dem Ballett "Daphnis et Chloé".

Anschließend:
Telemann: Ouvertüre "Hamburger Ebb‘ und Flut" (hr-Sinfonieorchester/ Laurence Cummings)
Brahms: Klaviertrio C-Dur op. 87 (Enigma Trio)

Sendung: hr2-kultur, "Konzertsaal", 18.01.2021, 20:04 Uhr.

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