Unter dem ersten Taliban-Regime war Musik in Afghanistan so gut wie verboten. Musiker*innen wurden gezwungen ins Exil zu gehen, ihre Instrumente wurden zerstört. Nach 2001 wagten es einige Künstler*innen zurückzukehren und an die großen alten Traditionen dieses Landes anzuknüpfen. Eines der wichtigsten Ensembles war "Safar".

"Safar", der Name des Quintetts bedeutet "Reise" und zeigt, was afghanische Musik schon immer ausgezeichnet hat: der kulturelle Austausch, über Jahrtausende befördert durch die Seidenstraße. "Safar" wollte die weit verstreuten Puzzleteile der afghanischen Kunst- und Volksmusik wieder zusammensetzen.
Bei diesem Konzert aus dem Jahr 2013 wirkten auch einige deutsche Musikstudent*innen mit, die durch ein Austauschprogramm der Weimarer Musikhochschule Franz Liszt nach Kabul gekommen waren.

(Aufnahme vom 27. August 2013 aus dem historischen Babur Garten in Kabul)

Sendung: hr2-kultur, "Konzertsaal", 02.12.2021, 20:04 Uhr.