Charakteristisch für Adriana Hölszkys Musik ist die ausgeprägte Zirzensik des Klingens und Agierens von Instrumentalisten wie Sängern. Ihre kompositorischen Hochseilakte eröffnen den Zuhörern Erfahrungsräume voller überraschender, beunruhigender, faszinierender Perspektiven.

Vorgestellt von Michael Zwenzner

Die Musik der in Stuttgart lebenden, in Bukarest geborenen Komponistin Adriana Hölszky (*1953) ist bevölkert von Lemuren und Gespenstern, Dämonen und Vampiren - Spukgestalten aller Art. Viele ihrer Werke haben Titel mit Gruselfaktor, der sich auf ergötzliche Weise auch musikalisch immer wieder einstellt. Doch die Hinwendung zu den Abgründen des Lebens, den Randzonen menschlicher Existenz bildet nur eine wichtige Facette ihres Schaffens, das sich weit darüber hinaus aus mannigfaltigen Inspirationsquellen speist. Auch unabhängig von vertonten Texten und musiktheatralisch verarbeiteten Stoffen verrät ihre Musik die schier unbändige Lust an der fantastischen Erscheinungsvielfalt des Lebens, des Denkens, der Natur, der Literatur.

Sendung: hr2-kultur, "Neue Musik", 08.04.2021, 21:30 Uhr.

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