Inspiration - so haben der Gießener GMD Florian Ludwig und das Philharmonische Orchester diesen Abend überschrieben, der beleuchtet, welche Ideen, welche Anlässe hinter der Musik stehen, warum es den Komponisten ein Anliegen war, Stift und Notenpapier in die Hand zu nehmen.

Viola Wilmsen, Oboe
Philharmonisches Orchester Gießen
Leitung: Florian Ludwig

Alois Bröder: Sept nouvelles variations
R. Strauss: Konzert für Oboe und kleines Orchester D-Dur
Brahms: 1. Sinfonie c-Moll op. 68

(Aufnahme vom 6. Oktober 2020 aus dem Stadttheater)

Der Darmstädter Komponist Alois Bröder zeigt sich beeindruckt von musikalischen Themen von Monteverdi bis Bruckner. In jeder seiner "Sept nouvelles variations" (Sieben neuen Variationen) variiert er diese, bis sie "aufleuchten wie ein wiedergefundenes Juwel".
Richard Strauss hätte wohl nie ein Oboenkonzert geschrieben, wenn ihn nicht 1945 ein amerikanischer Oboist und Soldat dazu angeregt hätte, dieses heitere, funkelnde Schmuckstück zu komponieren. Den Solopart übernimmt die Berliner Oboistin Viola Wilmsen.
Und Johannes Brahms zögerte lange, bis er sich mit über 40 Jahren an seine erste Sinfonie setzte. Kein Zweifel, sein Zögern und Warten hat sich gelohnt. Mit ihren subtilen Beethovenanklängen, einem Alphornthema im Finale und ihrem überaus kunstvollen Aufbau zählt diese Erste zu den Höhepunkten der romantischen Sinfonie überhaupt.

Anschließend, gegen 21:50 Uhr:
John Rutter: Cantus für gemischten Chor und Blechbläser (Choir of King's College Cambridge / The Wallace Collection / Stephen Cleobury)

Sendung: hr2-kultur, "Konzertsaal", 03.01.2021, 20:04 Uhr.

Aktueller Song:
Lädt
Lädt
Lädt - Lädt
Lädt - Lädt
mit