Körperliche Klänge und klangliche Körper - Hannes Kerschbaumer erfindet korporale Klangwelten.

"Ich kann keine Tonhöhenabfolgen schreiben", sagt der Südtiroler Komponist Hannes Kerschbaumer (*1981). Er verweist damit nicht auf einen technischen Mangel, sondern auf die Faktur seiner Werke. Nicht musikalische Ordnungssysteme bilden den Kern seiner ästhetischen Ideen, vielmehr die materielle Präsenz der Klangkörper selbst. So wenden sich seine Stücke der Materialität und Klanglichkeit der Instrumente selbst zu, seien dies Akkordeon und Viola oder Glasscherben, Holzblöcke und Sandpapier. So werden Körper klanglich und Klänge körperlich.

Sendung: hr2-kultur, "Neue Musik", 22.10.2020, 21:30 Uhr.

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