Zwei junge Shooting-Stars sind beim hr-Sinfonierochester zu Gast mit Mendelssohns Violinkonzert und der ersten Sinfonie des großen finnischen Klangmalers Jean Sibelius. Er ist erst 21 Jahre alt und wird bereits als eines der größten Talente am Taktstock gehandelt: Tarmo Peltokoski, preisgekrönter Konzertpianist, Komponist, ein Vollblutmusiker eben.

Chad Hoopes, Violine
Tarmo Peltokoski, Dirigent

Mendelssohn: Violinkonzert e-Moll op. 64
Sibelius: 1. Sinfonie e-Moll op. 39

(Aufnahme vom 5. November aus dem hr-Sendesaal)

An der berühmten Sibelius-Akademie in Helsinki studierte er Dirigieren u.a. bei Sakari Oramo, legendäre finnische Dirigenten wie Jorma Panula, Hannu Lintu und Jukka-Pekka Saraste standen ihm dabei einfluss- und hilfreich zur Seite. Obwohl Tarmo Peltokoskis Repertoire natürlich deutlich breiter angelegt ist, wird er gerade für seine Sibelius-Interpretationen gerne eingeladen - so auch jetzt für sein Debüt beim hr-Sinfonieorchester.

Nur wenig älter ist der 1994 in Ohio geborene Geiger Chad Hoopes. International auf sich aufmerksam gemacht hatte er bereits als 19-Jähriger, als er das e-Moll-Violinkonzert von Felix Mendelssohn auf CD aufnahm, es ist eines seiner Favoritwerke. "Es ist die Wahrhaftigkeit des Gefühls, die Chad Hoopes Spiel so spannend macht", schrieb die Süddeutsche Zeitung über ein Konzert in München mit diesem populären Violinkonzert. "Tausende Male hat er dieses Werk schon gespielt, trotzdem klingt alles so leidenschaftlich, als sei es das allererste Mal." Die Leidenschaft, mehr aber noch die Ehrlichkeit macht für den US-Amerikaner einen idealen Interpreten aus. Das sei das Wichtigste in der Musik, sagt er: ein aufrichtiger Künstler zu sein und sich loyal gegenüber Komponisten und ihren Werken zu verhalten.

Sendung: hr2-kultur, "Konzertsaal", 16.11.2021, 20:04 Uhr.