Ein Wahl-Londoner trifft auf den "Orpheus Britannicus": Das English Concert kombiniert Chor- und Instrumentalmusik mit Theatermusiken von Georg Friedrich Händel und Henry Purcell.

The English Concert
Kristian Bezuidenhout, Cembalo und Leitung

Händel: Concerto grosso d-Moll op. 6 Nr. 10
Purcell: Why, why are all the Muses mute? Z. 343
Purcell: Vorspiel aus "The Gordion Knot Unty'd" Z. 597
Purcell: Hornpipe aus "King Arthur" Z. 628
Purcell: Slow Air aus "The Old Bachelor" Z. 607
Purcell: First Act Tune aus "The Virtuous Wife" Z. 611
Purcell: How blest are Shepherds aus "King Arthur" Z. 628
Purcell: Curtain Tune aus "The History of Timon of Athens" Z. 632
Händel: 7. Chandos Anthem "My song shall be alway" HWV 252

(Aufnahme vom 22. Oktober 2021 aus der Wigmore Hall in London)

Wie groß war der Einfluss des "Orpheus Britannicus" Henry Purcell auf das Schaffen des deutschen Wahl-Londoners Georg Friedrich Händel? Dieser Frage spürt das Vokal- und Instrumentalensemble "The English Concert" in der Londoner Wigmore Hall nach. Während in Händels "Concerti grossi" von 1739/40 eher der Italiener Arcangelo Corelli Spiritus Rector ist, lässt er sich in seinen "Chandos Anthems" von 1717/18 von Purcells Anthems inspirieren.

Purcells "Anthems" oder "Lobgesänge" entstanden für den englischen Königshof, wo er als Organist engagiert war. Nebenher schuf er zahlreiche Zwischenmusiken für Theaterstücke - für ihn eine willkommene Auszeit von den Intrigen und Machtkämpfen am Hofe des katholischen Königs James II, der im Clinch mit seinen protestantischen Kontrahenten lag.

Sendung: hr2-kultur, "Konzertsaal", 28.02.2022, 20:04 Uhr.