Sie ist einzigartig, sie ist klanggewaltig und sie ist mitreißend wie kaum ein zweites Werk für diese Besetzung: die dritte Sinfonie des Romantikers Camille Saint-Saëns, in der die Klangkräfte von Orgel und Orchester sich gegenseitig anstacheln und potenzieren.

Iveta Apkalna, Orgel
Leitung: Riccardo Minasi

Bach: Orgelkonzert d-Moll BWV 1052a
Rameau: Suite aus der Oper "Les Boréades"
Saint-Saëns: 3. Sinfonie c-Moll op. 78 "Orgelsinfonie"

(Aufnahmen vom 20. und 21. Februar aus dem hr-Sendesaal)

Für Iveta Apkalna aber ist dieses Werk noch weit mehr: "Ich sehe die ‘Orgelsinfonie’ in goldenen Tönen, weil dieses Werk ein Feuerwerk an Emotionen birgt. Sie ist intim, traurig, festlich zugleich, berührt die Seele ganz tief. Sie gehört zu meinen Lieblingsstücken, obwohl der Orgelpart neben dem Orchester verhältnismäßig klein ist, dafür sehr anspruchsvoll." Die üppige "Orgelsinfonie" wird die Sahnetorte sein an diesem Abend mit Iveta Apkalna - das Bach-Orgelkonzert d-Moll dagegen steht für das Grundnahrungsmittel. "Ich sehe Bach als das tägliche Brot an. Man 'isst' es jeden Tag, und ich brauche es jeden Tag", sagt die lettische Star-Organistin, die Titularorganistin der Hamburger Elbphilharmonie ist und "Artist in Residence" dieser hr-Saison. "Nur wenn man Bach liebt und versteht, kann man Musik an sich lieben und verstehen."

Anschließend:
Mendelssohn: Klaviersonate g-Moll op. 105 (Frederic Chiu)

Sendung: hr2-kultur, "Konzertsaal", 03.03.2020, 20:04 Uhr.

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