"Boulangerie" - bei diesem Konzertformat werden nicht etwa Croissants und Café au lait gereicht. Vielmehr stellen die Musikerinnen vom Boulanger Trio hier im Zwiegespräch mit zeitgenössischen Komponisten Neue Werke vor. So geschehen Ende Oktober auch bei den Kasseler Musiktagen.

Boulanger Trio:
Birgit Erz, Violine
Ilona Kindt, Violoncello
Karla Haltenwanger, Klavier

Johannes Maria Staud (*1974): Miniaturen 1- 4 aus dem Klaviertrio "Für Bálint András Varga"

Johannes Maria Staud: 2. Klaviertrio "Terra Fluida" (Uraufführung) - Kompositionsauftrag der Alban Berg Stiftung, der Kasseler Musiktage und Wien Modern

Antonín Dvořák: 3. Klaviertrio f-Moll op. 65

(Aufnahme vom 30. Oktober 2019 aus dem Ständesaal)

Der österreichische Komponist Johannes Maria Staud hatte nicht zum ersten Mal in der "Boulangerie" Platz genommen. Bereits vor zehn Jahren stellte Staud im Austausch mit dem Boulanger Trio sein Stück "Für Bálint András Varga" vor. Nun hat er den Künstlerinnen sein neues Klaviertrio gewidmet: "Terra Fluida". "Schwer zu greifen, flüchtig, zwischen rascher, manischer Bewegung und klangvollem Innehalten oszillierend" - so beschreibt Staud selbst seine neue Komposition. In der setzt er sich mit der mittelalterlichen Vorstellung auseinander, nach der die Materie aus Luft, Wasser und Erde bestand.

Das Boulanger Trio stellt Stauds Neu-Komposition einem romantischen Schwergewicht gegenüber: Dvořáks Klaviertrio in f-Moll op. 65. Es ist das dramatischste und längste seiner vier Klaviertrios und markiert stilistisch einen Wendepunkt in seinem Schaffen - weg vom eher folkloristisch "slawischen" Tonfall und hin zur düsteren Dramatik seines Förderers Johannes Brahms.

Anschließend, gegen 21:25 Uhr:
Lili Boulanger: "D'un soir triste" und "D'un matin de printemps" (hr-Sinfonieorchester / Jonathan Stockhammer)

Sendung: hr2-kultur, "Konzertsaal", 23.01.2020, 20:04 Uhr.

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