Italien galt in der Musikgeschichte immer schon als "gelobtes Land" für die Komponisten-Szene: So auch für den Franzosen Marc-Antoine Charpentier, der in den 1660er Jahren in Rom sein Heil suchte - und fand. Beispiele aus dieser fruchtbaren Schaffensphase hatte das Ensemble Correspondances zu seinem Konzert mitgebracht.

Ensemble Correspondances
Leitung: Sébastien Daucé

Charpentier (1643-1704): De Profundis H. 156
Charpentier: Tenebrae factae sunt H. 129
Charpentier: Desolatione desolata est terra H. 380
Charpentier: Première leçon de ténèbres du Vendredi saint H. 91
Bonifazio Graziani (1604-1664): Répons de la semaine Sainte
Francesco Cavalli (1602-1676): Canzon à dieci
Charpentier: O vos omnes H. 134
Charpentier: Jerusalem Surge H. 130
Charpentier: Velum Templi H. 128
Charpentier: Stabat Mater pour des religieuses H. 15
Charpentier: Motet pour les trépassés H. 311
Anonymous: O mors
Alessandro Melani (1639-1703): Miserere
Giacomo Carissimi (1605-1674): Christus factus est
Charpentier: O Oriens splendor lucis æternæ
Alessandro Melani (1639-1703): Litanie per la Santa vergine

(Aufnahme vom 19. Oktober 2021 aus dem Rokokotheater in Schwetzingen)

Wenn ein Ensemble das Korrespondieren schon im Namen trägt, kann dabei eigentlich nur verständlich artikulierte, sinnvoll formulierte Barockmusik herauskommen. Das Ensemble Correspondances, bestehend aus Sängerinnen, Sängern und einem Instrumental-Korps, hat sich beim Studium am renommierten Conservatoire National Supérieur de musique et de danse in Lyon kennengelernt - und widmet sich seit 2009 der vielseitigen Klangsprache des Barock.

Das besondere Augenmerk des Ensembles galt von Anfang an dem Komponisten Marc-Antoine Charpentier. Zu den Schwetzinger SWR Festspielen hatten die Musikerinnen und Musiker zahlreiche Geistliche Musiken des Franzosen mitgebracht, die er während seines Studiums in Rom geschrieben hat. Ihm gegenüber stellten sie Kompositionen seiner italienischen Kollegen - darunter Bonifazio Graziani, Giacomo Carissimi und Alessandro Melani.

Sendung: hr2-kultur, "Konzertsaal", 09.01.2022, 20:04 Uhr.