DakhaBrakha, das ist Ukrainisch und meint "Geben und Nehmen". Für die vier Musiker*innen dieses Ensembles bedeutet das, alte ukrainische und andere osteuropäische Volksmusik in sich aufzunehmen, künstlerisch mit neuen Einflüssen zu verbinden und den Menschen vor Ort zurückzugeben.

DakhaBrakha:
Marko Halanevychz - Gesang, Akkordeon, Darbuka, Tabla, Didgeridoo
Iryna Kovalenko - Gesang, Djembe, Akkordeon, Drums, Percussion, Bugay, Zhaleika
Olena Tsybulska - Gesang, Percussion
Nina Garenetska - Gesang, Cello, Basstrommel

(Aufnahme vom 29. Juli 2016 beim Festival "Glatt & Verkehrt" in Krems, Österreich)

Iryna, Olena, Nina und Marko haben sich 2004 im Kiewer Avantgarde-Theater "Dach" gefunden. Mit auffälligen Perlenketten und riesigen schwarzen Lammwollhüten bekleidet, ist schon allein ihr Auftreten eine Performance für sich. Ihre erfrischend unkonventionelle Art, osteuropäische Roots-Musik mit Einflüssen aus Punk, Rock, afrikanischer und arabischer Musik zu verbinden, ist mit dem Begriff "Weltmusik" nur unzureichend umschrieben. Sie selbst nennen ihren Stil augenzwinkernd "Ethno-Chaos" und rücken mit ihrer Freude an der Fusion die Tradition auch ins Blickfeld einer jüngeren Generation. Die Musik von DakhaBrakha ist auch eine radikale Feier der Freiheit, deren Wert angesichts des brutalen Angriffskrieges auf die Ukraine noch mal erschreckend an Bedeutung gewinnt.

Sendung: hr2-kultur, "Konzertsaal", 07.07.2022, 20:04 Uhr.