Wie klingt tschechische Kammermusik? Und wie klingt sie, wenn sie noch dazu von einem tschechischen Streichquartett gespielt wird? Das "Bennewitz Quartet" aus Prag widmet sein Konzert den Großen seiner Heimat: Erwin Schulhoff, Leoš Janácek und Bedrich Smetana.

Bennewitz Quartet
Jakub Fišer, Violine
Štěpán Ježek, Violine
Jiří Pinkas, Viola
Štěpán Doležal, Cello

Schulhoff: Fünf Stücke für Streichquartett
Janácek: 2. Streichquartett "Intime Briefe"
Smetana: 1. Streichquartett e-Moll "Aus meinem Leben"

(Aufnahme vom 24. Oktober 2021 aus dem Mozartsaal Schwetzingen)

"Für uns ist es eine Herausforderung, vier unterschiedliche Ansichten zu verbinden und aus ihrer Verschmelzung ein originelles Ergebnis zu gewinnen. Nur auf diese Weise entsteht nämlich Musik mit vielen Farb- und Klangverwandlungen, die sie stets frisch und lebendig machen", so schreibt das "Bennewitz Quartet" über sich selbst. 1998 haben sich die vier Musiker des "Bennewitz Quartet" an der "Academy of Performing Arts" in Prag zusammengefunden und nach dem renommierten tschechischen Geiger Antonín Bennewitz benannt.

Zu den Schwetzinger Festspielen hatte das Quartet tiefgründige Klänge aus seiner Heimat mitgebracht: Tänzerisches von Erwin Schulhoff; "Intime Briefe", die Leoš Janácek an die Muse seiner späten Jahre, Kamila Stösslová, adressiert hat. Und eine wehmütige Lebens-Rückschau, in der sich Bedřich Smetana auch mit seiner beginnenden Taubheit auseinandersetzt.

Sendung: hr2-kultur, "Konzertsaal", 21.01.2022, 20:04 Uhr.