Liszts zweites Konzert gehört zu den ungewöhnlichsten Klavierkonzerten des 19. Jahrhunderts. Es ist nicht mehr ein Konzert im Sinn der Gattungstradition mit drei oder vier abgetrennten Sätzen in unterschiedlichen Tempi, sondern lässt sich eher als sinfonische Dichtung bezeichnen, in der eine Solostimme quasi als "poetisches Subjekt" hervortritt.

Denis Matsuev, Klavier
Leitung: Paavo Järvi

Liszt: 2. Klavierkonzert A-Dur
Bruckner: 8. Sinfonie c-Moll

(Aufnahme vom 29. und 30. September 2011 aus dem Großen Saal)

Die achte Sinfonie ist nicht nur Bruckners gewaltigste, sondern auch diejenige, die ihn in die tiefste Depression seines Lebens stürzte. Drei Jahre lang hat er an ihr gearbeitet. Als sie fertig war, schickte er sie an den Dirigenten Hermann Levi in der Hoffnung, er würde sie aufführen. Doch Levi wollte das Werk nicht dirigieren. Bruckner war tief enttäuscht, er verfiel in Depressionen. Weitere drei Jahre lang überarbeitete er bis 1890 das Werk. Die Uraufführung dieser Fassung am 18. Dezember 1892 in Wien war ein überwältigender Erfolg.

Anschließend:
Beethoven: Klaviersonate e-Moll op. 90 (András Schiff)

Sendung: hr2-kultur, "Konzertsaal", 26.05.2020, 20:04 Uhr.

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