Anton Bruckner war zeitlebens ein ergebener Verehrer von Richard Wagner, der ihn einst als "bedeutendsten Sinfoniker nach Beethoven" bezeichnet hatte. Bereits in Bruckners dritter Sinfonie finden sich musikalische Zitate aus Wagners Bühnenwerken.

Bruckner: 7. Sinfonie E-Dur

(Aufnahme vom 23. und 24. November 2006)

Vor allem die siebte Sinfonie gilt aber als Bruckners "Wagner-Sinfonie". Und dies keineswegs nur der Trauermusik des Adagios wegen, die 1883 unter dem unmittelbaren Eindruck der Nachricht vom Tod Wagners entstand. Auch in ihrer Klangsprache, im melodischen Duktus einiger Gedanken und spezifischen Eigenarten der Harmonik weist gerade die Siebte eine besondere Affinität zur Musik Wagners auf. Mit ihr gelang Bruckner außerdem der eigentliche Durchbruch als Komponist.

Sendung: hr2-kultur, "Konzertsaal", 01.03.2022, 20:04 Uhr.