"Struktur und Emotion" - so war das Konzert des Landesjugendsinfonieorchesters Hessen in Limburg übertitelt. Und beides fanden die Jugendlichen in Werken von Bach bis Schostakowitsch.

Byol Kang, Violine
Isang Enders, Violoncello
Landesjugendsinfonieorchester Hessen
Leitung: Nicolás Pasquet

Bach: Fuga a sei voci aus "Das Musikalische Opfer" für Orchester gesetzt von Anton Webern
Brahms: Doppelkonzert für Violine, Violoncello und Orchester a-Moll op. 102
Schostakowitsch: 10. Sinfonie e-Moll

(Aufnahme vom 18. Januar 2020 aus der Josef-Kohlmaier-Halle in Limburg)

In seinem "Musikalischen Opfer" hat Johann Sebastian Bach ein Thema verarbeitet, das ihm der Preußenkönig Friedrich II. vorgegeben hat - und 1747 eine Sammlung aus Ricercar-, Fugen- und Kanonsätzen sowie einer Triosonate herausgebracht. Das sechsstimmige Ricercar hat wiederum Anton Webern 1934 für Orchester umgesetzt - wobei er die musikalischen Linien in Fragmente oder sogar Einzeltöne zerteilt, von verschiedenen Instrumenten spielen lässt und so für ein breites Klangfarbenspektrum sorgt.

Weberns Bach-Fassung haben das Landesjugendsinfonieorchester Hessen und sein Dirigent Nicolás Pasquet bei ihrem Konzert in Limburg kombiniert mit dem Doppelkonzert für Violine und Cello von Johannes Brahms und der 10. Sinfonie von Dmitri Schostakowitsch. Während Brahms sich über sein Doppelkonzert mit dem Geiger Joseph Joachim aussöhnen will, rechnet Schostakowitsch in seiner Sinfonie mit seinem Unterdrücker Josef Stalin ab.

Sendung: hr2-kultur, "Konzertsaal", 12.04.2020, 20:04 Uhr.

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