Goethe schrieb einst: "Was man durch einen gleichgesinnten Freund erfährt, ist nahezu, als wenn man es selbst erfahren hätte." Schon bei seinen Zeitgenossen wurde Dvořák als "böhmischer Brahms" gerühmt. Die beiden Komponisten verband eine lebenslange Freundschaft - und Brahms schwärmte bewundernd über Dvořák: "Ich möchte vor Neid aus der Haut fahren über das, was dem Menschen so ganz nebenbei einfällt."

Julia Fischer, Violine
Bamberger Symphoniker
Leitung: Jakub Hrůša

Dvořák: Violinkonzert a-Moll op. 53
Brahms: 1. Sinfonie c-Moll op. 68

(Aufnahme vom 6. Februar 2020 aus der Konzerthalle in Bamberg)

Dvořák war von seinem Verleger um ein Violinkonzert gebeten worden: "Wollen Sie mir ein Violinkonzert schreiben, recht originell, kantilenenreich und für gute Geiger?" Diesen Part übernimmt beim Konzert aus Bamberg die Weltklasse-Geigerin Julia Fischer und präsentiert die virtuosen Schönheiten von Dvořáks berühmtem Violinkonzert. Außerdem auf dem Programm: Die erste Symphonie von Brahms. Fast 15 Jahre nahm sich der selbstkritische Komponist dafür Zeit - nach den Werken Beethovens war für ihn besonders das Komponieren von Sinfonien eine "Angelegenheit auf Leben und Tod". Doch mit seiner Ersten gelang ihm ein genialer Wurf - mit einem versteckten Liebesgruß an Clara Schumann.

Anschließend, gegen 21:35 Uhr:
Beethoven: Klaviersonate B-Dur op. 106 "Hammerklaviersonate" (Mitsuko Uchida)
Piazzolla: Decarísmo (Friedemann Eichhorn, Violine / Thomas Müller-Pering, Gitarre)

Sendung: hr2-kultur, "Konzertsaal", 10.07.2020, 20:04 Uhr.

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