"Und ich weiß es immer ein bisschen anders", sagt der 1934 geborene Komponist und Kirchenmusiker Oskar Gottlieb Blarr auf die Frage, wer Jesus für ihn sei.

Oskar Gottlieb Blarr (* 1934):

"Jesus-Passion" (1983-85). Oratorische Szenen in drei Teilen nach Texten der heiligen Schrift, des Talmud und jüdischer Gegenwartslyrik für Chor, Kinderchor, Solostimmen und großes Orchester

Gloria Rehm, Sopran
Silvia Hauer, Mezzosopran
Sung min Song, Tenor
Johannes Hill, Bariton
Markus Volpert, Bass-Bariton (Jesus)
Jugendkantorei der Evangelischen Singakademie Wiesbaden
Bachchor und Bachorchester Wiesbaden
Dirigent: Jörg Endebrock

(Aufnahme vom 30. März 2018 in der Lutherkirche Wiesbaden)

"Und ich weiß nur, dass es eine sehr nahe Gestalt ist. Manchmal ist er ein bisschen weiter weg, aber eigentlich, immer wieder, ist er gerade raus oder ist er gerade um die Ecke gegangen. Also gestern war er noch da, denke ich mal…" Seit Mitte der 1970er Jahre dachte der in Düsseldorf lebende Musiker Blarr, der u.a. Komposition bei Bernd Alois Zimmermann und Günther Becker studierte, über eine eigene Passion nach, die das komplexe Jesus-Geschehen unter Einbeziehung überlieferter jüdischer und aramäischer Berichte, auch Lieder, und zeitgenössischer Literatur aus Israel etwas anders erzählt.

Sendung: hr2-kultur, "Konzertsaal", 24.03.2022, 20:04 Uhr.