"Ich möchte eine Einheit schaffen zwischen meiner Existenz und der von Gott. Nur im Akt der Religion und Kunst bekommen wir wirklich die existenzielle Zeit. Meiner Meinung nach, schreibe ich keine weltliche Musik: Weltliche Probleme sind für den kompositorischen Prozess uninteressant." So das Bekenntnis der Komponistin Sofia Gubaidulina.

"Concordanza" für Kammerensemble (1971)
Radio-Philharmonie Hannover des NDR
Leitung: Johannes Kalitzke
(Aufnahme: 1.-3. September 1993, Landesfunkhaus des NDR in Hannover)

"Offertorium" für Violine und Orchester (1980/82/86)
Michaela Paetsch, Violine
hr-Sinfonieorchester
Leitung: Dmitrij Kitajenko
(Aufnahme: 4./5. Juni 1992, Alte Oper in Frankfurt)

"Zeitgestalten" für Orchester (1994)
hr-Sinfonieorchester
Leitung: Peter Ruzicka
(Aufnahme: 14. September 2001, hr-Sendesaal in Frankfurt)

Seit 1992 lebt Sofia Gubaidulina in Deutschland. Geboren 1931 in Tschistopol an der Wolga, ausgebildet in Kasan und Moskau, gehörte die heutige Grande Dame der zeitgenössischen Musik eher zu den unterdrückten denn geförderten Künstlerinnen in der UdSSR. Aus dem umfangreichen Oeuvre der vielfach ausgezeichneten Komponistin präsentiert der hr2-Konzertsaal drei Werke, für die das gilt, was der italienische Komponist Luigi Nono einmal über ihre Tonkunst sagte: "Mit zu bewundernder innerlicher Kraft blüht, explodiert und trifft diese Musik, wie prismatische, tragische Leben-Liebe-Erregungen, auf uns erstrahlend. Das, und viel, vieles mehr, schenkt uns die Genialität von Sofia Gubaidulina. Wie immer, wenn Unbekanntes, Unhörbares, Unsehbares uns erhellt und neuen Raum, neues Denken, neue Gefühle ermöglicht, eröffnet."

Sendung: hr2-kultur, "Konzertsaal", 16.07.2020, 20:04 Uhr

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